Ein Gedanke braucht manchmal

einen Raum.

Die einfachen Freuden des Alltags...

Ich erinnere mich genau  
an den Moment,  
in dem mir klar wurde,  
wie allein man sein kann.

Nicht dramatisch.  
Nicht spektakulär.  
Einfach still.


Ich bin viel gereist.  
Habe Orte gesehen,  
die größer, lauter  
und aufregender waren  
als alles zuvor.

Und doch waren es oft  
die leeren Zimmer,  
die langen Abende  
und die Tage ohne Halt,  
die mich am meisten geprägt haben.


Reisen 
oder auch ein nomadisches Leben 
verstärken alles.

Die Höhen werden höher.  
Die Tiefen tiefer.

Was aufregend wirkt,  
verliert an Bedeutung.  
Was einfach ist,  
wird kostbar.


Es gibt Tage,  
an denen niemand erreichbar ist.

Kein Freund.  
Keine Familie.  
Kein vertrauter Ort.  

Nur du  
und das,  
was in dir hochkommt.

Das ist schwer.


Aber genau dort  
verschiebt sich etwas.

Du lernst,  
dass Sinn nicht  
aus Intensität entsteht.

Nicht aus Orten.  
Nicht aus Erlebnissen.  
Nicht aus Größe.


Sinn entsteht  
in einfachen Momenten,  
nach dunklen Phasen.


Ein ehrliches Gespräch.  
Ein Spaziergang ohne Ziel.


Je mehr Extreme man erlebt,  
desto weniger braucht man,  
um glücklich zu sein.

Und desto klarer wird,  
was wirklich zählt.


Vielleicht ist das  
der eigentliche Gewinn:

Nicht mehr jagen zu müssen.  
Nicht mehr vergleichen zu wollen.

Sondern das Gewöhnliche  
endlich wieder  
als Geschenk zu sehen.

-

bleib. hier.

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